Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad

Einer der ersten Naturpfade Deutschlands • 8,3 km Rundwanderung • Seit 1936

Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad

Ein Rundweg um Kasendorf, der Sie zu archäologischen Stätten, geologischen Aufschlüssen und Aussichtspunkten führt.

"Klein Berchtesgaden Oberfrankens" - So wurde der Pfad 1936 bei seiner Eröffnung genannt.

8,3 Kilometer ca. 3,5 Stunden Rundweg
Start & Ziel

Wanderparkplatz
Ortseingang Kasendorf

Markierung

Durchgängig markiert
weiß-blauer Balken

Höhenunterschied

365m - 502m
ca. 235 Höhenmeter

Infotafeln

Moderne Beschilderung
entlang des Weges

Routenverlauf

Navigation & Tracking
GPS: Nicht aktiv
Tracking: Gestoppt
Distanz: 0.0 km
Geschwindigkeit: -- km/h

Die Route im Detail

Folgen Sie der weiß-blauen Markierung auf diesem Rundweg, der Sie zu archäologischen Stätten, geologischen Aufschlüssen und Aussichtspunkten führt.

Station 1: Pfarrwald

Der Rundweg beginnt am Wanderparkplatz am Ortseingang Kasendorf. Direkt gegenüber gelangen Sie in den geschichtsträchtigen Pfarrwald mit seinem prähistorischen Hügelgräberfeld.

Highlight: 78 Grabhügel aus der Hallstatt- und Latènezeit

Sehenswürdigkeiten:

  • • Hügelgräberfeld
  • • Hügel X und XIX (freigelegt)
  • • Infotafeln zur Archäologie

Station 2: Aufstieg zum Prelitz

Der geologisch interessante Aufstieg führt durch alle drei Jura-Formationen: vom Schwarzen Jura (Lias) über den Braunen Jura (Dogger) zum Weißen Jura (Malm). Die Weismainer Verwerfung macht diesen Schichtenwechsel auf engem Raum sichtbar.

Geologie: Alle drei Jura-Formationen auf engem Raum erlebbar

Besonderheiten:

  • • Geologische Aufschlüsse
  • • Weismainer Verwerfung
  • • Fossilien möglich

Station 3: Prelitz-Höhenkamm

Auf dem Höhenkamm des Prelitz (~500 m) wandern Sie vorbei am Lindlein (markante alte Linde), der Geißkirche und dem Prelitz-Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Landschaft.

Highlights:

  • • Lindlein (Rastplatz)
  • • Geißkirche
  • • Panorama-Aussichtspunkt

Station 4: Felsentor bei Reuth

Am westlichsten Punkt der Route erreichen Sie das Felsentor - ein natürliches Tor im Malmkalk, entstanden durch Verkarstung. Eines der Wahrzeichen des Naturpfads.

Geologie: Natürliche Durchgangsöffnung im Weißjura-Kalk durch Verkarstung

Sehenswürdigkeiten:

  • • Felsentor (Naturmonument)
  • • Ehemaliger Märchenwald (Bereich)
  • • Beliebtes Fotomotiv

Station 5: Sonnentempel & Friesenquelle

Der Sonnentempel ist ein Aussichtspavillon auf einem Felsplateau an der Steilkante des Reuther Berges mit Totalblick über Kasendorf und das Friesenbachtal. Von hier führt ein steiler Pfad hinunter zur Friesenquelle - einer der stärksten Quellen Oberfrankens.

Highlights:

  • • Sonnentempel (1948/49 errichtet)
  • • Panoramablick
  • • Friesenquelle (400 l/sec)
  • • Reste einer alten Brücke

Station 6: Turmberg & Magnusturm

Über die Ringwälle der vorgeschichtlichen Wehranlage steigen Sie auf den Turmberg (498 m) auf. Sie passieren mehrere Tore der keltischen Befestigung. Der ca. 15–20 m hohe Magnusturm bietet weite Ausblicke bis zum Thüringer Wald, Frankenwald und Fichtelgebirge.

Zur Höhe: Die Marktgemeinde Kasendorf nennt 15 m, ältere Quellen (Schwarz 1986, Wikipedia) nennen 20 m.

Archäologie: 200 m langer Abschnittswall und 14 ha große Ringwallanlage

Highlights:

  • • Keltische Wallanlagen & Tore
  • • Magnusturm (15 m, 360° Aussicht)
  • • Abschnittswall
  • • Historische Felsenkeller

Station 7: Rückkehr durch Kasendorf

Vom Turmberg geht es bergab, vorbei an den Felsenkellern, durch den Ort zum historischen Marktplatz mit dem Herkulesbrunnen und der Pfarrkirche (Kilianskirche). Von hier zurück zum Wanderparkplatz.

Im Ortszentrum:

  • • Herkulesbrunnen
  • • Pfarrkirche (Kilian/Johannes)
  • • Historischer Marktplatz
  • • Einkehrmöglichkeiten

Praktische Informationen

Parkmöglichkeiten
  • Wanderparkplatz: Ortseingang Kasendorf (St 2190)
  • Parkplätze an der Thurnauer Straße
  • Parkplätze an der Zultenberger Straße
Beste Wanderzeit

Ganzjährig begehbar. Besonders schön im Frühjahr (Blütezeit) und Herbst (Laubfärbung).

Wichtige Hinweise
  • Nicht für Kinderwagen oder Rollstuhl geeignet
  • Festes Schuhwerk empfohlen
  • Bei Schnee und Eis nicht geräumt

Historische Bedeutung

Seit 1936

Einer der ersten Naturpfade Deutschlands und einer der ersten in Oberfranken. Eröffnet Ende August 1936.

Überregionale Anerkennung
  • Gefördert durch Naturpark Fränkische Schweiz-Frankenjura
  • Empfohlen von Tourismusverband Franken
  • Ausflugstipp Metropolregion Nürnberg
Historisches Zitat

"Aus ganz Süddeutschland erklang das Lob des von Max Hundt errichteten Naturpfades. Kasendorf wurde zu einem weltlichen Wallfahrtsort."
— Georg Schwarz, Heimatbeilage zum Amtlichen Schulanzeiger Oberfranken Nr. 127, 1986

Alle Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke

  • Magnusturm (15m Aussichtsturm)
  • Pfarrkirche (Kilianskirche / Johanneskirche)
  • Herkulesbrunnen (Marktplatz)
  • Prähistorisches Gräberfeld (Pfarrwald)
  • Sonnentempel (Aussichtspavillon)
  • Friesenquelle (400 l/sec)
  • Historische Felsenkeller
  • Felsentor (Naturmonument)

Weiterlesen am Naturpfad

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