Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad verbindet seit seiner Eröffnung Ende August 1936 Naturerlebnis mit archäologischer Entdeckung. Als einer der ersten Naturlehrpfade Deutschlands macht er die reiche Vergangenheit der Region Kasendorf erlebbar.
Als der Naturpfad eröffnet wurde, strömten die Menschen in Scharen nach Kasendorf. Georg Schwarz berichtet: "Die Ausgrabungsstätten im Pfarrwald und auf dem Turmberg wurden zu einer großartigen Heerstraße, auf der bei günstigem Wetter ein Besucherstrom sich bewegte wie zu einem weltlichen Wallfahrtsort."1
Die Gasthäuser konnten den Ansturm kaum bewältigen - Kasendorf wurde über Nacht zum "Klein Berchtesgaden" Oberfrankens.
Die Entstehung des Pfades ist untrennbar mit den archäologischen Pionierarbeiten von Max Hundt (Oberstadtschulrat Kulmbach) und Prof. Dr. Georg Hock (Universität Würzburg) verbunden. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung von Geheimrat Dr. Fritz Hornschuch konnte das Projekt trotz politischer Widerstände realisiert werden.
Die ursprüngliche Konzeption war revolutionär: Informationstafeln direkt an den Ausgrabungsstätten sollten den Besuchern eine unmittelbare Verbindung zur archäologischen Evidenz ermöglichen. Diese innovative Präsentation machte Kasendorf zum Vorreiter der öffentlichen Archäologie in Deutschland.
Nach dem Krieg: Dank erneuter Unterstützung durch Dr. Hornschuch konnte der Pfad am 28. August 1949 wiedereröffnet werden - allerdings ohne den "Märchenwald" (Teil 2), der aufgrund von Grundstücksstreitigkeiten verloren ging.
1 Georg Schwarz: "Der 'Fritz-Hornschuch-Naturpfad' bei Kasendorf". In: Heimatbeilage zum Amtl. Schulanzeiger Oberfranken Nr. 127 (1986).
Erste Spuren menschlicher Besiedlung in unserer Region. Bedeutende Funde:
Die Zeit der ersten Metallverarbeitung brachte neue Bestattungsformen:
Kontinuierliche Nutzung und Ausbau der alten Anlagen:
| Zeitperiode | Zeitraum | Fundorte / Ausgrabungen | Wichtige Funde | Historischer Kontext |
|---|---|---|---|---|
| Mittelsteinzeit (Mesolithikum) |
8000-5500 v. Chr. | Einzelfunde in der Region | Mikrolithen, Steingeräte | Jäger und Sammler in der Nacheiszeit |
| Jungsteinzeit (Neolithikum) |
5500-2200 v. Chr. | • Kasendorf-Neudorf (1932) • Dörnhof (Einzelfunde) |
• Schnurkeramisches Hockergrab • Streitaxt, Amphore • Steinzeitliche Pfeilspitzen |
Erste Bauern, Linearbandkeramik in der Region, Schnurkeramik-Kultur (2800-2200 v. Chr.) |
| Bronzezeit | 2200-800 v. Chr. | • Prelitz (Hügelgräber) • Reuth (Einzelfunde) |
• Bronzearmringe • Radnadeln • Lappenbeile |
Metallverarbeitung, neue Bestattungssitten, Übergang zur Urnenfelderkultur |
| Urnenfelderzeit | 1200-800 v. Chr. | • Kasendorf "Flur"/Industriegebiet (1982) • Mainleus (1938, 1950, 1962) |
• Etagengefäß • Verschiedene Grabtypen • Kinderkörperbestattung |
Brandbestattung wird vorherrschend, ausgeprägte Jenseitsvorstellungen |
| Hallstattzeit | 800-450 v. Chr. | • Pfarrwald: 78 Hügelgräber (1935/36) • Turmberg (erste Befestigung) |
• "Bieramphoren" (fermentierte Getränke) • Bronzeschmuck • Keramik |
Keltische Frühzeit, soziale Hierarchien,
Handelskontakte bis zum Mittelmeer Die frühen Forscher stellten sich prachtvolle Totenfeste vor, bei denen die "Bieramphoren" geleert wurden |
| Frühlatènezeit | 450-250 v. Chr. | • Turmberg: Pfostenschlitzmauer • 14 Hektar große Befestigung • Ausgrabungen: 1936, 1995 |
• Bronzener Knotenarmring (1928) • Webgewichte mit Brandspuren • Spinnwirtel • Keramik |
Keltische Siedlung, Textilproduktion, Ende durch Brand (5. Jh. v. Chr.) |
| Keltische Abwanderung |
ca. 400 v. Chr. | • Turmberg: Besiedlungsnachweise enden | • Kaum Funde aus dieser Phase | Ältere These (Hundt/Schwarz): Abwanderung der Kelten (Schwarz: „nach Böhmen"), Besiedlungsnachweise reißen „völlig ab". Oberes Maintal als „Durchzugsland germanischer Völkerschaften". Ca. 600 Jahre praktisch ohne Funde vom Turmberg |
| Sporadische germanische Präsenz |
3.-5. Jh. n. Chr. | • Turmberg (Einzelfunde) • 1936: Hundt findet germanische Fibel • Zwiebelknopffibel (Fundjahr unklar, erw. in Abels 1986?) |
• Zwiebelknopffibel (spätes 3./frühes 4. Jh.) • Elbgermanische Fibel (400/420 n. Chr.) • Beinerne Griffschale |
Abels/Endres (1995): Zahl spätgermanischer Funde „auffallend gering". Ältere These einer kaiserzeitlichen Befestigung (wohl Gelbhaar 1978) „muss wohl aufgegeben werden". Hundt deutete seine Fibel als Einzelverlust eines Durchziehenden. Ob „Lücke" oder „sporadische Nutzung" – die Bewertung bleibt offen |
| Frühes Mittelalter | 500-1000 n. Chr. | • 500-700: Erneut weitgehend fundleer • Ab 8./9. Jh.: Karolingische Phase • 10. Jh.: Ottonische Verstärkung |
• Pfeilspitze, Schleifenring (8./9. Jh.) • Tuffquadermauer • Byzantinisches Bleisiegel (10. oder 11./12. Jh.) |
Zweite fundarme Phase bis 8. Jh., dann karolingische Wiederbesiedlung mit Befestigung. Christianisierung, Ungarneinfälle (900-955), Erhöhung des Abschnittswalls |
| Hochmittelalter | 1000-1250 n. Chr. | • Turmberg: Adelsburg • Ausgrabungen: 1975, 1985 |
• Tonpferdchen • Spielwürfel • Keramik (um 1220) |
Mittelalterliche Adelsburg Hinweis: Eine urkundliche Erwähnung von 1331 (nach Guttenberg 1925, zit. in: Heimatbeilage zum Amtl. Schulanzeiger Oberfranken Nr. 127, 1986) nennt eine "Veste Cazzendorf" der Familie von Giech, die dem Bistum Bamberg "geöffnet" wurde. Diese Zuordnung ist jedoch historisch umstritten und archäologisch nicht belegt. |
| Spätmittelalter | 1250-1500 n. Chr. | • Magnusturm (1498) | • Turmbaureste • Spätmittelalterliche Keramik |
Signalkette "Wart und Eil auf dem Gebirg", Verbindung Hof-Kulmbach-Nürnberg |
Die genaue Lage aller Anlagenteile wird auf der interaktiven Karte weiter unten dargestellt.
Die am Turmberg verwendete Pfostenschlitzmauer ist typisch für den östlichen keltischen Raum (Süddeutschland, Böhmen). Diese Konstruktion verwendete senkrechte Holzpfosten, die in Steinschlitze eingelassen wurden, und war mit einer breiten Erdrampe hinterschüttet.
Keltische Steinmauer auf dem Kordigast
Quelle: Wikimedia Commons
Rekonstruktion einer Pfostenschlitzmauer
Kelheim
Keltische Zeit:
Spätere Epochen:
Knotenarmring
Webgewichte
Spinnwirtel
Der mächtige Abschnittswall am Turmberg heute
Die folgenden Bauphasen beziehen sich auf die gesamte Befestigungsanlage des Turmbergs, nicht nur auf den Abschnittswall:
Die Wallanlagen sind heute noch gut im Gelände erkennbar:
78 Grabhügel aus dem 7.-5. Jahrhundert v. Chr. bilden eine der bedeutendsten hallstattzeitlichen Nekropolen Oberfrankens.
Bereits im letzten Jahrhundert hatten Schatzsucher zahlreiche Hügel "untersucht". Da man es nur auf metallene Beigaben abgesehen hatte, welche man an Museen oder interessierte Sammler verkaufen konnte, grub man im Zentrum der größeren Hügel lediglich einen Suchtrichter. Durch diese grobschlächtige Arbeitsweise wurden die meisten Befunde zerstört und als Geschichtsquellen entwertet.
Ausgegraben vom 17.-26. September 1934 im Rahmen eines Vorgeschichtskurses für oberfränkische Lehrer unter Leitung von Max Hundt.
Die Ausgrabung dauerte über zwei Monate! Dr. Georg Hock und Max Hundt wurden eine Woche lang von Lehrern des 2. Vorgeschichtskurses des NSLB unterstützt.
Der archäologische Befund: In den großen Vorratsgefäßen ("Bieramphoren") aus Hügelgrab XIX (7. Jahrhundert v. Chr.) fanden sich organische Reste.
Was die Wissenschaft fand: Dr. Grüß (Berlin) untersuchte in den 1930er Jahren die organischen Reste und fand Weizenkörner, die einem Backprozess ausgesetzt waren.
Was Max Hundt daraus schloss: Er spekulierte, dass man "bei der Herstellung eines bierähnlichen Getränkes Fladenbrot vergoren hätte" - eine kreative Interpretation, die wissenschaftlich nicht belegt ist. Sicher ist nur: Die Hallstattkultur kannte fermentierte Getreidegetränke für rituelle Zwecke, vermutlich bei Bestattungsritualen.
Reste des Steinkreises von Hügelgrab XIX
Basierend auf den Ausgrabungen in Kasendorf und Vergleichsfunden:
Aus der Heimatbeilage zum Amtl. Schulanzeiger Oberfranken Nr. 127 (1986):
"Unter Opfer und Gebet bringen die Freunde und Verwandten Erde, die sie rings um die Grabkammer herangeholt haben... Jährlich wiederholt sich diese Sitte. An den Jahrtagen des Todes schaffen die Trauernden karrenweise von weither Erde."
Vorsicht: Diese poetische Schilderung stammt vermutlich aus den 1930er Jahren und spiegelt die damalige romantische Interpretation wider. Archäologisch lässt sich nur belegen, dass die Hügel über Jahre hinweg erhöht wurden - die genauen Rituale bleiben Spekulation.
Hinweis: Die Rekonstruktionen basieren auf den Grabungsberichten von 1934-1936. Moderne archäologische Methoden könnten heute genauere Erkenntnisse liefern.
Lage: Im Friesenbachtal, heute Industriegebiet Alpha-InnoTec (ehemals "Hocka")
Entdeckung: 1982 bei Bauarbeiten, Rettungsgrabung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege
Zeitstellung: 1200-800 v. Chr. (Urnenfelderkultur)
Diese Rettungsgrabung zeigt die ständige Gefährdung archäologischer Stätten durch moderne Baumaßnahmen. Viele Funde kommen nur durch Zufall ans Licht.
Das seltene Etagengefäß aus Grab 7A
Landschaftsmuseum Obermain
Verbreitung der Hallstattkultur - Kasendorf im Osthallstattkreis
Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei
Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad zeigt Kasendorf nicht isoliert, sondern als Teil eines lebendigen archäologischen und kulturellen Netzwerks über 6000 Jahre.
Um ca. 400 v. Chr. verließen die Kelten das Gebiet. Die Besiedlungsnachweise reißen laut Max Hundt „völlig ab", und der Naturpfad-Text (Schwarz, stark auf Hundt gestützt) sieht das obere Maintal in der Folge nur als „Durchzugsland germanischer Völkerschaften"1.
Die erste große Lücke erstreckt sich von ca. 400 v. Chr. bis ins 3. Jh. n. Chr. – gut 600 Jahre, aus denen vom Turmberg praktisch nichts vorliegt. Dann tauchen vereinzelte Funde auf: eine Zwiebelknopffibel (spätrömischer Typ, spätes 3./frühes 4. Jh.) und eine elbgermanische Fibel (ca. 400/420 n. Chr.) – letztere wohl identisch mit Hundts Fund von 1936, den er als Einzelverlust eines durchziehenden Germanen deutete. Eine zweite fundarme Phase folgt von der Völkerwanderungszeit bis in die Karolingerzeit (ca. 500–700 n. Chr.), bevor Pfeilspitze und Schleifenring die frühmittelalterliche Wiederbesiedlung ab dem 8./9. Jh. belegen.
B.-U. Abels und H. Endres stellten 1995 nach ihren Grabungen fest, dass die Zahl spätgermanischer Funde „auffallend gering" sei, und dass die ältere Vorstellung einer kaiserzeitlichen Befestigung (wohl Gelbhaar 1978) „aufgegeben werden" müsse. Ob man die Zwischenzeit als „Siedlungslücke" oder als „geringe Funddichte" beschreibt, lassen sie bewusst offen – die wenigen Funde tragen jedenfalls keine Siedlungs- oder Befestigungsinterpretation.
Die Linearbandkeramik (ca. 5500-4900 v. Chr.) zeigt die frühe neolithische Besiedlung auch in unserer Region. Konkrete Funde aus der Gegend um Kasendorf werden im Archäologischen Museum Bayreuth präsentiert. Weitere wichtige Fundorte in Oberfranken sind der Hohle Stein bei Schwabthal (Lkr. Lichtenfels, Siedlung 5200-5000 v. Chr.) und Königsfeld mit einem Grabenwerk. Diese ersten Bauern Mitteleuropas brachten Ackerbau, Viehzucht und die charakteristischen Langhäuser mit.
Quelle: Wolfgang Sauber, Wikimedia Commons
Zwei fundarme Zeiträume rahmen ein schmales Fenster vereinzelter germanischer Funde (3.–5. Jh.) ein: davor ca. 600 Jahre ohne Nachweise seit der keltischen Abwanderung, danach nochmals Stille bis zur karolingischen Wiederbesiedlung (8./9. Jh.). Abels/Endres (1995) konstatieren eine „auffallend geringe" Fundzahl, ohne die Befundlage weiter zu interpretieren.
Der Magnusturm war Teil der "Wart und Eil auf dem Gebirg" - einer Signalkette von Hof über Kulmbach bis Nürnberg.
Der Pfad wurde als einer der ersten Naturlehrpfade Deutschlands konzipiert. Die ursprüngliche Route bestand aus vier Teilstrecken rund um Kasendorf. Trotz Versuchen der NS-Vereinnahmung gelang es Max Hundt und Fritz Hornschuch, die wissenschaftliche Integrität zu wahren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Pfad wiederhergestellt. Max Hundt konnte mit erneuter finanzieller Unterstützung von Dr. Hornschuch große Teile des Pfades wiederherstellen. Teil 2 des ursprünglichen Pfades, der "Märchenwald" in den Reuther Waldungen, konnte aufgrund von Grundstücksstreitigkeiten nicht wiederhergestellt werden.
Am 28. August 1949 wurde der Pfad in reduzierter Form wiedereröffnet.
2012-2018: Erste Phase der Modernisierung unter der fachlichen Leitung von Kreisheimatpfleger Dieter Schmudlach. Aktualisierung der wissenschaftlichen Inhalte basierend auf modernen archäologischen Erkenntnissen.
2018-2020: Umfassende Erneuerung in einer Gemeinschaftsinitiative:
Ergebnis: 27 erneuerte geologische und geschichtliche Lehrtafeln plus 8 neue Infotafeln zu Naturthemen. Moderne Gestaltung mit QR-Codes für weiterführende Informationen. Der Bauhof Kasendorf und der Bautrupp des Naturparks verbesserten zudem die Begehbarkeit des Weges.
Die Ausgrabungen in Kasendorf zeigen exemplarisch die Entwicklung archäologischer Methodik:
Die Ausgräber mussten über 200 Fuder Erde bewegen (Schwarz 1986 und die Lehrtafel am Hügel nennen sogar 400) - eine immense körperliche Leistung, die zeigt, wie aufwendig wissenschaftliche Archäologie ist.
Die archäologische Methodik hat sich seit den 1930er Jahren enorm weiterentwickelt. Ein gutes Beispiel ist die wissenschaftliche Aufarbeitung des 1982 in Kasendorf ausgegrabenen urnenfelderzeitlichen Gräberfeldes, die erst 2015 in den "Beiträgen zur Archäologie in Oberfranken" publiziert wurde - mit modernen Analysemethoden und vergleichenden Studien.
Wie moderne archäologische Forschung aussehen kann, zeigt das Projekt von Timo Seregély (Otto-Friedrich-Universität Bamberg) am nur 15 km entfernten Görauer Anger bei Weismain (2020-2021):
Diese Methoden ermöglichten es, die bronze- und eisenzeitliche Besiedlungsgeschichte der nördlichen Frankenalb neu zu schreiben - ohne eine einzige große Ausgrabung!
Seit der letzten größeren Grabung am Turmberg 1995 ruht die archäologische Forschung in Kasendorf allerdings weitgehend. Die archäologischen Stätten warten darauf, mit solchen modernen Methoden wie der OSL-Datierung neu erforscht zu werden - das Potential ist enorm.
Nicht alle Deutungen aus den 1930er Jahren halten wissenschaftlicher Überprüfung stand:
Hundts Vergleich: Er bezeichnete den Kasendorfer Turmberg als "eine Art fränkisches Troja" - in Anlehnung an Heinrich Schliemanns Ausgrabungen
Problem: Solche romantischen Vergleiche mit antiken Hochkulturen überhöhen die lokale Bedeutung und suggerieren falsche Zusammenhänge
Fund: Dr. Grüß identifizierte Weizenkörner mit Backspuren
Hundts Interpretation: "Man hätte Fladenbrot zu Bier vergoren"
Wissenschaftlicher Stand: Es gab fermentierte Getreidegetränke, aber die genaue Herstellungsweise bleibt spekulativ
Solche kreativen Interpretationen zeigen die Begeisterung der frühen Forscher, mahnen aber auch zur Vorsicht: Archäologie muss bei den Fakten bleiben.
Schnurkeramische Amphore
Eines der wichtigsten jungsteinzeitlichen Gräber der Region. Die Bestattung mit Streitaxt und Amphore zeigt die typischen Merkmale der Schnurkeramik-Kultur.
Spitznackiges Steinbeil
Steinbeile wie dieses waren essenzielle Werkzeuge der steinzeitlichen Bevölkerung. Sie dienten zur Holzbearbeitung und zum Roden von Waldflächen für die ersten Äcker.
Alle gezeigten Funde befinden sich im Landschaftsmuseum Obermain in Kulmbach
Der Fritz-Hornschuch-Naturpfad ist heute ein 8,3 km langer Rundweg, der Sie zu den wichtigsten archäologischen Stätten führt. Informationstafeln vor Ort vertiefen Ihr Wissen.
Viele Funde aus Kasendorf sind im Landschaftsmuseum Obermain in Kulmbach ausgestellt, darunter die Sammlung Max Hundt.
Zur MuseumswebsiteDas Projekt von Timo Seregély (Universität Bamberg) zur Siedlungsgeschichte der nördlichen Frankenalb zeigt, wie moderne Archäologie ohne große Ausgrabungen funktioniert:
Kothieringer, K., Seregély, T., Lambers, K.: Settlement and Landscape History of the Northern Franconian Jura during the Bronze and Iron Ages. In: Archäologisches Korrespondenzblatt 48, 2018
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