Winterling

Eranthis hyemalis

Über diese Pflanze

Winterling (Eranthis hyemalis), Illustration

Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winterlinge (Eranthis) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er wird gerne in Gärten und Parks angepflanzt und ist eine der ersten Frühlingsblumen.

Der Winterling wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient eine in der Erde liegende kugelförmige Sprossknolle, die aus dem Hypokotyl gebildet wird.

Die Laubblätter erscheinen gewöhnlich nach der Blütezeit. Die grundständigen Laubblätter entspringen einzeln der Knolle, wobei pro Blütenstandsschaft meist nur ein Laubblatt entwickelt wird. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die rundliche Blattspreite misst im Durchmesser 3 bis 5 Zentimeter und ist drei- bis siebenteilig. Die 2-teiligen Seitenblättchen besitzen bis 2–3-spaltige Abschnitte, das Endblättchen ist 3-spaltig.

Die Blütezeit reicht im Vorfrühling von Februar bis März. Die Blüten stehen einzeln am Ende eines relativ dicken, unbehaarten, grün bis rotbraunen Stängels, der am Grund von Niederblättern umgeben ist. Dicht unter jeder Blüte befindet sich eine Hülle aus drei quirlartig sitzenden, etwa 2 Zentimeter langen, geschlitzten Hochblättern, die auch als Involucrum bezeichnet wird. Funktionell entsprechen sie dem nicht vorhandenen Kelch und übernehmen somit dessen Schutzfunktion für die sich entwickelnde Blüte.

Die zwittrige und radiärsymmetrische Blüte ist becherförmig gestaltet. Ihr Durchmesser beträgt etwa 2,5 Zentimeter. Das Perigon besteht aus meist sechs, seltener fünf bis acht, gleich gestalteten, glänzend gelben Blütenhüllblättern. Die Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von 10 bis 15, selten 22 Millimetern schmal-eiförmig und ganzrandig. Etwa 17 bis 38 (durchschnittlich 29) Staubblätter sind spiralig auf der verlängerten Blütenachse angeordnet und sind kürzer als die Blütenhüllblätter. Zwischen den Blütenhüllblättern und den Staubblättern befinden sich meist sechs gestielte, tütenförmige und zweilippig ausgestaltete, etwa 6 mm lange Nektarblätter. Die vier bis acht Fruchtblätter sind unverwachsen (chorikarpes Gynözeum). Den kurzen Griffel schließt eine Narbe ab.

Analog zur Anzahl der Fruchtblätter entstehen nach erfolgreicher Befruchtung pro Blüte vier bis acht braune Balgfrüchte, die miteinander verbunden sind und so in einer Sammelbalgfrucht zusammengefasst sind. Der Fruchtstiel ist bis 10 Millimeter lang. Die durch den Griffelrest geschnäbelten Balgfrüchte messen im Reifezustand bis 15 Millimeter. Sie enthalten mehrere Samen. Die braunen Samen sind circa 2,5 Millimeter lang und etwas kantig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Quelle: Artikel "Winterling" auf Wikipedia (Deutsch)

Devidata 17.05.2025

Winterling

Die Karte zeigt alle gemeldeten Fundorte dieser Pflanze.

Informationen

  • Blütezeit:
    Januar bis April
Beschreibung

Winterling (Eranthis hyemalis), Illustration

Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winterlinge (Eranthis) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er wird gerne in Gärten und Parks angepflanzt und ist eine der ersten Frühlingsblumen.

Der Winterling wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient eine in der Erde liegende kugelförmige Sprossknolle, die aus dem Hypokotyl gebildet wird.

Die Laubblätter erscheinen gewöhnlich nach der Blütezeit. Die grundständigen Laubblätter entspringen einzeln der Knolle, wobei pro Blütenstandsschaft meist nur ein Laubblatt entwickelt wird. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die rundliche Blattspreite misst im Durchmesser 3 bis 5 Zentimeter und ist drei- bis siebenteilig. Die 2-teiligen Seitenblättchen besitzen bis 2–3-spaltige Abschnitte, das Endblättchen ist 3-spaltig.

Die Blütezeit reicht im Vorfrühling von Februar bis März. Die Blüten stehen einzeln am Ende eines relativ dicken, unbehaarten, grün bis rotbraunen Stängels, der am Grund von Niederblättern umgeben ist. Dicht unter jeder Blüte befindet sich eine Hülle aus drei quirlartig sitzenden, etwa 2 Zentimeter langen, geschlitzten Hochblättern, die auch als Involucrum bezeichnet wird. Funktionell entsprechen sie dem nicht vorhandenen Kelch und übernehmen somit dessen Schutzfunktion für die sich entwickelnde Blüte.

Die zwittrige und radiärsymmetrische Blüte ist becherförmig gestaltet. Ihr Durchmesser beträgt etwa 2,5 Zentimeter. Das Perigon besteht aus meist sechs, seltener fünf bis acht, gleich gestalteten, glänzend gelben Blütenhüllblättern. Die Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von 10 bis 15, selten 22 Millimetern schmal-eiförmig und ganzrandig. Etwa 17 bis 38 (durchschnittlich 29) Staubblätter sind spiralig auf der verlängerten Blütenachse angeordnet und sind kürzer als die Blütenhüllblätter. Zwischen den Blütenhüllblättern und den Staubblättern befinden sich meist sechs gestielte, tütenförmige und zweilippig ausgestaltete, etwa 6 mm lange Nektarblätter. Die vier bis acht Fruchtblätter sind unverwachsen (chorikarpes Gynözeum). Den kurzen Griffel schließt eine Narbe ab.

Analog zur Anzahl der Fruchtblätter entstehen nach erfolgreicher Befruchtung pro Blüte vier bis acht braune Balgfrüchte, die miteinander verbunden sind und so in einer Sammelbalgfrucht zusammengefasst sind. Der Fruchtstiel ist bis 10 Millimeter lang. Die durch den Griffelrest geschnäbelten Balgfrüchte messen im Reifezustand bis 15 Millimeter. Sie enthalten mehrere Samen. Die braunen Samen sind circa 2,5 Millimeter lang und etwas kantig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Quelle: Artikel "Winterling" auf Wikipedia (Deutsch)