Schlafmohn
Papaver somniferum
Über diese Pflanze
Schlafmohn (Papaver somniferum), Illustration
Schlafmohn (Papaver somniferum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Der Samen kann als Nahrungsmittel sowie zur Ölgewinnung verwendet werden. Alle Teile des Schlafmohns enthalten Morphium und andere Alkaloide, in hoher Konzentration vor allem der Milchsaft, der in einem dichten Netz von Milchröhren die ganze Pflanze und insbesondere das Perikarp der Kapselfrucht durchzieht. Dieser aus unreifen, eingeritzten Kapselfrüchten entrinnende Saft kann geerntet werden und bildet in getrockneter Form das Betäubungsmittel Opium. Der Name Opium stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „Säftchen“.
Der Schlafmohn ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,3 bis 1,5 Metern erreicht. Der aufrechte, runde, überlaufende Stängel ist selten verzweigt. Es wird eine Pfahlwurzel gebildet.
Die einfachen, wechselständigen Laubblätter sind 5 bis 20 Zentimeter lang. Der Blattrand ist gezähnt bis gesägt. Die unteren Blätter sind in einen kurzen Stiel verschmälert; die oberen sind stängelumfassend.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der Blütenstiel ist schlank und behaart.
Die relativ große Blütenknospe ist meist 15 bis 25 (10 bis 30) Millimeter lang und hängt über. Beim Öffnen der Blütenknospe fallen die zwei Kelchblätter ab. Die geöffneten, zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern radiärsymmetrisch. Die vier weißen bis violetten (selten roten) Blütenkronblätter sind etwa doppelt so groß wie die Kelchblätter und weisen am Grund einen dunklen Fleck auf. Die Staubblätter sind in gelbe Staubfäden und 2 bis 4 Millimeter lange Staubbeutel gegliedert. Die Blüte ist meist schon nach wenigen Tagen komplett bestäubt und wirft dann auch ihre Blütenkronblätter ab. Die Blüten von Ziermohnrassen können andersfarbig sein und mehr als vier Blütenkronblätter besitzen.
Die kugeligen Kapselfrüchte enthalten hunderte Samen. Die relativ kleinen Samen sind nierenförmig, hart, erhaben netzartig geadert und grubig vertieft. Stahlblaue Samen sind der Wildform am ähnlichsten, weißliche Samen enthalten weniger Öl und werden zur Mehlherstellung verwendet. Eine Sorte mit grauen Samen (Waldviertler Graumohn) ist in Österreich populär und dessen Herkunftsbezeichnung geschützt. Die Tausendkornmasse beträgt nur etwa 0,3 bis 0,7 Gramm.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22 oder 44.
Seubersdorf
Schlafmohn
Schlaf Mohn
Schlafmohn
Die Karte zeigt alle gemeldeten Fundorte dieser Pflanze.
Informationen
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Blütezeit:
Juni bis August
Beschreibung
Schlafmohn (Papaver somniferum), Illustration
Schlafmohn (Papaver somniferum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Der Samen kann als Nahrungsmittel sowie zur Ölgewinnung verwendet werden. Alle Teile des Schlafmohns enthalten Morphium und andere Alkaloide, in hoher Konzentration vor allem der Milchsaft, der in einem dichten Netz von Milchröhren die ganze Pflanze und insbesondere das Perikarp der Kapselfrucht durchzieht. Dieser aus unreifen, eingeritzten Kapselfrüchten entrinnende Saft kann geerntet werden und bildet in getrockneter Form das Betäubungsmittel Opium. Der Name Opium stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie „Säftchen“.
Der Schlafmohn ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,3 bis 1,5 Metern erreicht. Der aufrechte, runde, überlaufende Stängel ist selten verzweigt. Es wird eine Pfahlwurzel gebildet.
Die einfachen, wechselständigen Laubblätter sind 5 bis 20 Zentimeter lang. Der Blattrand ist gezähnt bis gesägt. Die unteren Blätter sind in einen kurzen Stiel verschmälert; die oberen sind stängelumfassend.
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Der Blütenstiel ist schlank und behaart.
Die relativ große Blütenknospe ist meist 15 bis 25 (10 bis 30) Millimeter lang und hängt über. Beim Öffnen der Blütenknospe fallen die zwei Kelchblätter ab. Die geöffneten, zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern radiärsymmetrisch. Die vier weißen bis violetten (selten roten) Blütenkronblätter sind etwa doppelt so groß wie die Kelchblätter und weisen am Grund einen dunklen Fleck auf. Die Staubblätter sind in gelbe Staubfäden und 2 bis 4 Millimeter lange Staubbeutel gegliedert. Die Blüte ist meist schon nach wenigen Tagen komplett bestäubt und wirft dann auch ihre Blütenkronblätter ab. Die Blüten von Ziermohnrassen können andersfarbig sein und mehr als vier Blütenkronblätter besitzen.
Die kugeligen Kapselfrüchte enthalten hunderte Samen. Die relativ kleinen Samen sind nierenförmig, hart, erhaben netzartig geadert und grubig vertieft. Stahlblaue Samen sind der Wildform am ähnlichsten, weißliche Samen enthalten weniger Öl und werden zur Mehlherstellung verwendet. Eine Sorte mit grauen Samen (Waldviertler Graumohn) ist in Österreich populär und dessen Herkunftsbezeichnung geschützt. Die Tausendkornmasse beträgt nur etwa 0,3 bis 0,7 Gramm.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22 oder 44.