Carl von Linné beschrieb die Küchenschelle 1753 als Anemone pulsatilla, doch Philip Miller stellte sie 1768 als Pulsatilla vulgaris in eine eigene Gattung. Die Abgrenzung begründet sich durch die Ausbildung federschweifiger Nüsschen, die Pulsatilla morphologisch klar von Anemone abgrenzt. Molekularphylogenetische Studien bestätigen die Eigenständigkeit: Die Gattung spaltete sich vor rund 25 Millionen Jahren von Anemone s.str. ab.
Drei Unterarten werden unterschieden:
- subsp. vulgaris – die in West- und Mitteleuropa verbreitete Nominatform
- subsp. grandis (Große Kuhschelle) – ostmitteleuropäisch, mit bis zu 9 cm großen Blüten
- subsp. gotlandica – endemisch auf der schwedischen Insel Gotland
Volksnamen wie Pelzanemone, Wolfspfote, Osterblume, Schlafblume oder Bocksbart zeugen von der kulturellen Verankerung.