Schlangen-Knöterich
Bistorta officinalis
Über diese Pflanze
Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis), Illustration
Der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis, Synonym: Persicaria bistorta, Polygonum bistorta, Bistorta major), auch Wiesen-Knöterich genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört.
Der Schlangen-Knöterich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis über 100 cm erreicht, mit aufrechten, unverzweigten Stängeln. Das kräftige Rhizom ist s-förmig, schlangenartig gewunden, davon leitet sich auch der deutsche Trivialname ab. Die ganzrandige bis ausgeschweifte oder seichtbuchtige, spitze bis zugespitzte, seltener stumpfe, fast kahle Blattspreite der gestielten Grundblätter ist eiförmig bis -lanzettlich und wird bis über 15 cm lang. Der Blattstiel ist geflügelt. Die Oberseite der Laubblätter ist dunkelgrün, die Unterseite bläulichgrün. Die eilanzettlichen Stängelblätter sind sitzend bis gestielt. Die Blätter sitzen jeweils an einer Ochrea.
Die rosafarbenen Blüten sind 4 bis 5 mm lang und stehen in dichten, endständigen, zylindrischen Scheinähren, die etwa 3,5 bis 7 cm lang werden. Es stehen jeweils ein- bis zwei Blüten an einem Deckblatt. Die gestielte, zwittrige Blüte mit einfacher Blütenhülle besitzt acht Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten mit drei Griffeln. Die kleinen, braunen und glatten Nussfrüchte im beständigen Perianth sind eiförmig sowie dreikantig.
Der Schlangenknöterich blüht etwa von Mai bis Juli. Fruchtreife ist von August bis September.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48, seltener 44 oder 46.
Diese Pflanzenart ist nahezu zirkumpolar (innerhalb einer Klimazone auf mehreren Kontinenten) verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Europa, die gemäßigten Zonen Asiens, Marokko und Pakistan. In Nordamerika ist sie ein Neophyt. In Europa fehlt diese Art weitgehend in Skandinavien. Im Süden ist sie nur in Gebirgen vertreten. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern am Gipfel des Riedberger Horns bis zu einer Höhenlage von 1785 Metern auf.
Standorte sind feuchte Humusböden, die reich an Stickstoff- und Mineralverbindungen sind. Man findet sie vor allem in Feuchtwiesen der Niederungen bis zur alpinen Stufe. Der Schlangenknöterich ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Calthion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Adenostylion, Alno-Ulmion oder im Gebirge des Verbands Polygono-Trisetion vor.
Er gehört zu den Zeigerpflanzen für Bodennässe.
Quelle: Artikel "Schlangen-Knöterich" auf Wikipedia (Deutsch)
Merkmale:
Schlangenknöterich
Die Karte zeigt alle gemeldeten Fundorte dieser Pflanze.
Informationen
-
Blütezeit:
Mai bis Juli
Beschreibung
Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis), Illustration
Der Schlangen-Knöterich (Bistorta officinalis, Synonym: Persicaria bistorta, Polygonum bistorta, Bistorta major), auch Wiesen-Knöterich genannt, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) gehört.
Der Schlangen-Knöterich ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis über 100 cm erreicht, mit aufrechten, unverzweigten Stängeln. Das kräftige Rhizom ist s-förmig, schlangenartig gewunden, davon leitet sich auch der deutsche Trivialname ab. Die ganzrandige bis ausgeschweifte oder seichtbuchtige, spitze bis zugespitzte, seltener stumpfe, fast kahle Blattspreite der gestielten Grundblätter ist eiförmig bis -lanzettlich und wird bis über 15 cm lang. Der Blattstiel ist geflügelt. Die Oberseite der Laubblätter ist dunkelgrün, die Unterseite bläulichgrün. Die eilanzettlichen Stängelblätter sind sitzend bis gestielt. Die Blätter sitzen jeweils an einer Ochrea.
Die rosafarbenen Blüten sind 4 bis 5 mm lang und stehen in dichten, endständigen, zylindrischen Scheinähren, die etwa 3,5 bis 7 cm lang werden. Es stehen jeweils ein- bis zwei Blüten an einem Deckblatt. Die gestielte, zwittrige Blüte mit einfacher Blütenhülle besitzt acht Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten mit drei Griffeln. Die kleinen, braunen und glatten Nussfrüchte im beständigen Perianth sind eiförmig sowie dreikantig.
Der Schlangenknöterich blüht etwa von Mai bis Juli. Fruchtreife ist von August bis September.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48, seltener 44 oder 46.
Diese Pflanzenart ist nahezu zirkumpolar (innerhalb einer Klimazone auf mehreren Kontinenten) verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Europa, die gemäßigten Zonen Asiens, Marokko und Pakistan. In Nordamerika ist sie ein Neophyt. In Europa fehlt diese Art weitgehend in Skandinavien. Im Süden ist sie nur in Gebirgen vertreten. In den Allgäuer Alpen steigt sie in Bayern am Gipfel des Riedberger Horns bis zu einer Höhenlage von 1785 Metern auf.
Standorte sind feuchte Humusböden, die reich an Stickstoff- und Mineralverbindungen sind. Man findet sie vor allem in Feuchtwiesen der Niederungen bis zur alpinen Stufe. Der Schlangenknöterich ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Calthion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Adenostylion, Alno-Ulmion oder im Gebirge des Verbands Polygono-Trisetion vor.
Er gehört zu den Zeigerpflanzen für Bodennässe.
Quelle: Artikel "Schlangen-Knöterich" auf Wikipedia (Deutsch)