Kirschpflaume
Prunus cerasifera
Über diese Pflanze
Kirschpflaume (Prunus cerasifera)
Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera), auch Myrobalane und früher auch lateinisch Prunus myrobalana genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der je nach Alter und Standort gewachsene Baum oder Strauch trägt essbare Früchte. Bekannt ist die Kirschpflaume regional auch unter dem Namen Türkenkirsche oder Türkische Kirsche, in der pfälzischen Mundart als Därgelkersch, in der sächsisch-ländlichen Mundart als Sterninkel, sowie in der österreichischen Mundart als Kringelbaum. In Schleswig-Holstein ist sie unter dem Begriff Krete bekannt, in Hessen und Nassau auch als Wasserlatsche in Anlehnung an den bei einigen Varietäten eher faden Geschmack. Der bayerische und steirische Name Kriacherl schließt als Überbegriff für mehrere Pflaumenartige die Kirschpflaume mit ein. Der Baum war bereits bei den Kelten bekannt bzw. soll in Süddeutschland von den Römern eingeführt worden sein.
Kirschpflaumen werden fälschlicherweise oft für Mirabellen gehalten. Sichere Unterscheidungsmerkmale sind bei der Kirschpflaume der sich nicht von selbst vom Fruchtfleisch lösende Stein sowie häufig ein säuerlicher Geschmack des Fruchtfleischs im Bereich um den Stein herum. Identisch ist die Kirschpflaume ebenso nicht mit der Haferpflaume.
Die Pflaume, der Obstsorten wie Zwetschgen, Edel-Pflaumen und Mirabellen zugeordnet werden, ist ein Additionsbastard – keine einfache Kreuzung – aus Kirschpflaume und Schlehe. Die Zibarte wird manchmal mit der Kirschpflaume verwechselt, sie ist jedoch eine früh entstandene Unterart der Pflaume.
Die ursprüngliche Heimat der Kirschpflaume liegt im Balkan und Klein- bis Mittelasien. Sie ist schon seit langer Zeit in Kultur. Die Kirschpflaume wächst in Obstanbaugebieten verbreitet verwildert an Straßenrändern, Waldrändern und Bächen sowie in aufgegebenen Obstplantagen. Besonders rotblättrige Zuchtformen dienen als Zierpflanzen in Gärten und Parks.
Die laubabwerfende Kirschpflaume wächst als niedriger, breiter Baum oder Strauch und kann Wuchshöhen von 5 bis über 8 Meter erreichen. Meist wird eine mehrstämmige Krone ausgebildet. Der recht vielgestaltige Wuchs ähnelt dem der Haferpflaume. Meist hängen die leicht verkahlenden Langtriebe stark über. Die Wuchsform von Kirschpflaumen lässt sich durch gezieltes Stutzen relativ einfach beeinflussen; beim Kauf ist darauf zu achten, dass eine Pflanze gewählt wird, die bereits eine baumartige bzw. strauchartige Form aufweist. Die Rinde der Zweige ist grün, manchmal sind Dornen vorhanden.
Die gestielten, elliptischen oder verkehrt-eiförmigen bis eiförmigen, spitzen bis stumpfen Laubblätter sind einfach bis doppelt gesägt oder gekerbt, etwa 3 bis 7 cm lang und 2 bis 3,5 cm breit. Sie sind auf der kahlen Oberseite glänzend dunkelgrün, auf der Unterseite matt und heller sowie auf den Adern etwas behaart. Der rötlichgrüne Blattstiel ist etwa 1 cm lang.
Die meist einzeln stehenden, kurz vor den Blättern erscheinenden Blüten weisen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm auf, sind weiß, innen schwach rosa und stark duftend. Die Kirschpflaume blüht sehr früh, in der Regel zugleich mit Mandelbäumen und eine Woche bis zwei Wochen vor der Schlehe. Wo sie in größerer Zahl vorkommt, schmückt sie als erste die Landschaft mit weißer Blütenpracht. Sie ist deshalb auch eine wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Insekten.
Quelle: Artikel "Kirschpflaume" auf Wikipedia (Deutsch)
Merkmale:
Kirschpflaume
Die Karte zeigt alle gemeldeten Fundorte dieser Pflanze.
Informationen
-
Blütezeit:
März bis April
Beschreibung
Kirschpflaume (Prunus cerasifera)
Die Kirschpflaume (Prunus cerasifera), auch Myrobalane und früher auch lateinisch Prunus myrobalana genannt, ist eine Pflanzenart der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der je nach Alter und Standort gewachsene Baum oder Strauch trägt essbare Früchte. Bekannt ist die Kirschpflaume regional auch unter dem Namen Türkenkirsche oder Türkische Kirsche, in der pfälzischen Mundart als Därgelkersch, in der sächsisch-ländlichen Mundart als Sterninkel, sowie in der österreichischen Mundart als Kringelbaum. In Schleswig-Holstein ist sie unter dem Begriff Krete bekannt, in Hessen und Nassau auch als Wasserlatsche in Anlehnung an den bei einigen Varietäten eher faden Geschmack. Der bayerische und steirische Name Kriacherl schließt als Überbegriff für mehrere Pflaumenartige die Kirschpflaume mit ein. Der Baum war bereits bei den Kelten bekannt bzw. soll in Süddeutschland von den Römern eingeführt worden sein.
Kirschpflaumen werden fälschlicherweise oft für Mirabellen gehalten. Sichere Unterscheidungsmerkmale sind bei der Kirschpflaume der sich nicht von selbst vom Fruchtfleisch lösende Stein sowie häufig ein säuerlicher Geschmack des Fruchtfleischs im Bereich um den Stein herum. Identisch ist die Kirschpflaume ebenso nicht mit der Haferpflaume.
Die Pflaume, der Obstsorten wie Zwetschgen, Edel-Pflaumen und Mirabellen zugeordnet werden, ist ein Additionsbastard – keine einfache Kreuzung – aus Kirschpflaume und Schlehe. Die Zibarte wird manchmal mit der Kirschpflaume verwechselt, sie ist jedoch eine früh entstandene Unterart der Pflaume.
Die ursprüngliche Heimat der Kirschpflaume liegt im Balkan und Klein- bis Mittelasien. Sie ist schon seit langer Zeit in Kultur. Die Kirschpflaume wächst in Obstanbaugebieten verbreitet verwildert an Straßenrändern, Waldrändern und Bächen sowie in aufgegebenen Obstplantagen. Besonders rotblättrige Zuchtformen dienen als Zierpflanzen in Gärten und Parks.
Die laubabwerfende Kirschpflaume wächst als niedriger, breiter Baum oder Strauch und kann Wuchshöhen von 5 bis über 8 Meter erreichen. Meist wird eine mehrstämmige Krone ausgebildet. Der recht vielgestaltige Wuchs ähnelt dem der Haferpflaume. Meist hängen die leicht verkahlenden Langtriebe stark über. Die Wuchsform von Kirschpflaumen lässt sich durch gezieltes Stutzen relativ einfach beeinflussen; beim Kauf ist darauf zu achten, dass eine Pflanze gewählt wird, die bereits eine baumartige bzw. strauchartige Form aufweist. Die Rinde der Zweige ist grün, manchmal sind Dornen vorhanden.
Die gestielten, elliptischen oder verkehrt-eiförmigen bis eiförmigen, spitzen bis stumpfen Laubblätter sind einfach bis doppelt gesägt oder gekerbt, etwa 3 bis 7 cm lang und 2 bis 3,5 cm breit. Sie sind auf der kahlen Oberseite glänzend dunkelgrün, auf der Unterseite matt und heller sowie auf den Adern etwas behaart. Der rötlichgrüne Blattstiel ist etwa 1 cm lang.
Die meist einzeln stehenden, kurz vor den Blättern erscheinenden Blüten weisen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm auf, sind weiß, innen schwach rosa und stark duftend. Die Kirschpflaume blüht sehr früh, in der Regel zugleich mit Mandelbäumen und eine Woche bis zwei Wochen vor der Schlehe. Wo sie in größerer Zahl vorkommt, schmückt sie als erste die Landschaft mit weißer Blütenpracht. Sie ist deshalb auch eine wichtige Nahrungsquelle für früh fliegende Insekten.